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| Parko & Alex im Kino: Mamma Mia |
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Auf einer griechischen Mini-Insel steppt der Bär vom allerfeinsten: Donna, Besitzerin eines runtergekommen-rustikalen Hotels und Tochter Sophie möbeln den maroden Laden für Sophies bevorstehende Hochzeit auf. Die eintreffenden Gäste (Sophies Brautjungfern, Donnas alte Girl-Group Kolleginnen) sorgen schon für genug Chaos, aber Sophie hat noch einen Trumpf im Ärmel: da sie endlich wissen möchte wer ihr Vater ist, hat sie kurzerhand alle drei in Frage kommenden, ihr unbekannten Herren eingeladen, ohne dass ihre Mama davon wusste. Bill, Harry und Sam wissen nichts voneinander und lernen sich auf dem Weg zur Insel kennen.
Für allerlei Turbulenzen ist also gesorgt, in dieser Verfilmung des massiv erfolgreichen Abba-Musicals Mamma Mia.
Natürlich haben auch hier Björn und Benny den Daumen drauf, und dieser weitere Schritt in Richtung "Abba übernimmt die Weltherrschaft" funktioniert ausgezeichnet. Nichts wurde dem Zufall überlassen, und so besetzte man die Schlüsselrollen hochkarätig. Als "Sophie" kann US-Seriendarstellerin Amanda Seyfried überzeugen, das Männertrio ist immerhin zu zwei Dritteln (Pierce Brosnan, Collin Firth) mit Superstars besetzt, und Meryl Streep als "Donna" spielt locker aus der Hüfte raus das ganze Ensemble an die Wand.
Und Julie Walters und Christine Baranski als ehemalige Mit-Sängerinnen bei "Donna & The Dynamos" machen den Wahnsinn komplett.
Man merkt deutlich, dass die Schauspieler mit Spass an diese Boulevard-Komödie herangingen, gnadenloses Over-acting war diesmal sogar erforderlich, und so gibt's komische Verzweiflung und allerhand Gefühlsausbrüche en masse.
Dazu natürlich alle zwei Minuten einen der unsterblichen Abba-Songs, die bei jeder Gelegenheit geschmettert, gesummt oder getanzt werden. Da säuselt Sophie als sie ihre Väter einlädt "I have a dream", da dreht Donna mit "Mamma Mia" völlig am Rad als sie ihre drei Verflossenen wiedertrifft, die just-for-tonight wiedervereinigten Dynamos geben "Souper Trouper", beim Mutter-Tochter Gekuschel "Slippin through my fingers" fühlt man sich wie bei den Gilmore Girls, und das Herren-Trio gibt bei einem romantischen Segeltörn "Our last summer" zum besten.
Neben den vielen Gags, den Tanzszenen und dem offensichtlichen Spass, den alle Beteiligten hatten gibts einen großen Clou: die Schauspieler mussten tatsächlich auch selbst singen. Dass Meryl Streep hier über bislang unerhörte Qualitäten verfügt, wundert einen bei dieser Frau nicht wirklich, auch Seyfried, Baranski und Walters schlagen sich durchaus tapfer und nutzen ihre Solo-Spots bestens.
Die Herren der Schöpfung blamieren sich dagegen mit Schmackes bis auf die Knochen. Haben Björn und Benny damals bei Abba die Messlatte für die männlichen Gesangsparts schon sehr niedrig gelegt, schaffen Firth und vor allem Brosnan es spielend, diese Untergrenze noch zu unterbieten. Während Firth wohlweislich nur mehr schlecht als recht einige Zeilen von "Our last summer" singt, meuchelt Brosnan nicht nur dieses Stück in Grund und Boden. Auch bei "SOS", welches er im Duett mit Streep bringt, möcht man sich unterm Sitz in seiner Popcorn-Tüte verstecken.
Doch dies soll kein Hindernis sein, denn der Film macht rundum Spass. Zwei Stunden beste Unterhaltung in einer herrlich-überdrehten Postkarten-Idylle mit viel blauem Meer, Strand, und vielen Bergen, auf die die Helden erstaunlich schnell kraxeln.
Der perfide Plan der Herren Ulvaeus und Andersson geht auch diesmal gewaltig auf: die Abba-Ohrwürmer kriegt man so schnell nicht mehr aus dem Kopf.
Fazit: Hinsetzen, lachen, singen und sich selbst auf diese Mopsfidele Insel wünschen
Ach ja: wer gut aufpasst kriegt die Cameo-Auftritte zweier älterer Herren mit, die früher mal was mit Abba zu tun hatten.
__________________ Alex
Am Ende wird bestimmt alles gut!!
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